Erst die Arbeit, dann die Plätzchen

Vor der Weihnachstspause stand bei Black Wave der allseits beliebte Leistungstest an. Ein großer Teil des Kaders traf sich hierfür am 13.12. Vormittags im heimischen Verein. Los ging es mit Bankziehen. Beim 2min Test mit 30kg und 1min Test mit 50kg gaben alle Sportlerinnen richtig Gas. Nach einer Mittagspause fuhr das Team zum Olympia Stützpunkt Niedersachsen, wo ein Athletiktest absolviert wurde. In 3 Runden an 6 Stationen wurde nach dem Krafttest die Fitness des Teams auf die Probe gestellt. Auch hier holten die Sportlerinnen alles aus sich heraus und sammelten ordentlich Wiederholungen. Insgesamt waren Bernd und Sabrina zufrieden mit der ersten Bestandsaufnahme des Teams.

Am nächsten Tag ging es bei sonnigem Wetter für zwei Einheiten aufs Wasser. Der Muskelkater vom Vortag machte sich da deutlich bemerkbar. Das Boot lief trotzdem gut und so konnte das letzte Trainingslager 2025 erfolgreich abgeschlossen werden.

Am darauffolgenden Wochenende stellten sich weitere Sportlerinnen dem Leistungstest, sodass sich nun alle in das wohlverdiente Weihnachtsfest verabschieden.

Damit wünscht Black Wave allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. 

2026 ist wieder von Highlights geprägt, wie der deutschen Meisterschaft Ende Juli in München sowie der Club-WM in Taiwan im September. Los geht es aber mit der Zweitauflage des vereinseigenen Wettkampfes-dem Pre-Season Race am 21.03.2026. Nach dem guten Anklang der ersten Veranstaltung, durfte eine wiederholte Auflage nicht fehlen. Meldet euch schnell an, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Feiern, Arbeitseinsatz, Weihnachtszeit

Im November/Anfang Dezember werden die Tage kürzer und das Wetter schlägt bekanntermaßen auf das Gemüt. Gut, diese Zeit im Jahr schnell hinter sich zu bringen, was am besten gelingt, wenn man reichlich beschäftigt ist. Die letzten drei Wochen im Sportclub waren neben regelmäßigem Training geprägt vom Feiern, einem Großprojekt sowie der Einstimmung in die Weihnachtszeit. Aber der Reihe nach.

Am 28.11. lud der Vorstand des Sport-Club-Hannovers die erfolgreichen SportlerInnen der vergangenen Saison zur Sportlerehrung in das Restaurant Högers 1910 ein. Zu feiern gab es einiges: 3 deutsche Meistertitel sowie zweimal Vizemeister und einem dritten Platz, bei der Nationen WM brachten SportlerInnen 9 Medaillen nach Hannover und bei der Club-EM in Belgrad gab es neben einem zweiten und einem dritten Platz sogar noch den Europameistertitel obendrauf. Damit war es das erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte. Herbert, der erste Vorsitzende, ließ es sich nicht nehmen, diese Erfolge noch einmal hervorzuheben. Bernd schloss sich den Glückwünschen an und überraschte zudem alle SportlerInnen mit einem Geschenk. Anschließend gab es reichlich zu essen und der ein oder andere Aperol Spritz durfte auch nicht fehlen.

Bereits am nächsten Morgen begann die praktische Umsetzung des Projektes neuer Bootssteg. Bernd und Herbert hatten bereits im Vorfeld viel Zeit in die Planung sowie der Materialbeschaffung investiert. Die Vorbereitungen waren abgeschlossen und so trafen sich die Mitglieder des Sport-Clubs kurz nach Sonnenaufgang, um die Phase der praktischen Umsetzung zu starten. Nach einem kurzen Briefing durch Bernd ging es los. Ein Team bereitete die Stahlträger vor, während ein anderes Team den Abbau des alten Stegs in Angriff nahm. Mit vereinten Kräften war der alte Steg trotz widerspenstigen Schrauben, Balken etc. zum frühen Nachmittag abgebaut. 

Friederike sorgte für die kulinarische Stärkung der Helfer, sodass genügend Kraftreserven aufgefüllt wurden, um die Stahlträger zum Wasser zu transportieren. Mit Hilfe eines Schwimmpontons wurden die Stahlträger zu ihrer künftigen Position transportiert. 

Dass theoretische Maße in der Realität aufgrund nicht geeichter menschlicher Messungen auch mal zu Unstimmigkeiten führen können, musste unser Stegbauteam auf dem Wasser erfahren. Dies führte jedoch nur zu einem zeitlichen Verzug, da kurzerhand die Stahlträger auf dem Wasser angepasst wurden-ein „Lehrfilm“ für Arbeitsschutz. Als die Sonne unterging, war dennoch kein Ende in Sicht, wie einige Helfer zu ihrer Überraschung feststellen mussten. Die Scheinwerfer wurden ausgepackt und weiter ging das Projekt. Das Etappenziel die alten wiederverwendeten Stahlträger einzubauen, wurde somit erreicht und nach 10h war Feierabend. 

Vergangenen Samstag wurde das Projekt fortgesetzt. Aus Tag 1 gelernt, hatte Bernd am Vortag bereits einen „Kran“ an den Schwimmponton gebaut. Dies sollte ein wahrer game changer für den Transport der Stahlträger werden. 

Los ging es selbstverständlich wieder kurz nach Sonnenaufgang-carpe diem. Nach kurzem Briefing, hatte jeder seine Aufgabe und tatkräftig wurde an der Fertigstellung des Stegs gearbeitet. Friederike sorgte wieder für die Verpflegung der Helfer-vielen Dank dafür!

Pünktlich 15 Uhr war alles verbaut und das große Projekt konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Erfreulicherweise gab es keine größeren Verluste. 

In Erinnerung werden einige Anekdoten und Insider aber bleiben: 

Sebastian hat nun ein Loch (zum Glück nur) im Schuh, Christoph musste am ersten Tag nicht auf dem Wasser übernachten, wir haben gelernt, dass Verteilerdosen im Wasser nichts verloren haben, fragt das nächste Mal die Frauen bei der Planung, Micha eignet sich als Galionsfigur, Mario könnte auch in der Disziplin Schwebebalken antreten u.v.m.-kurz der Spaß blieb nicht auf der Strecke.

Vielen Dank an alle, die an diesem Erfolg beteiligt waren. Eine tolle Teamleistung der Mitglieder des Sport-Clubs. 

Damit aber noch nicht genug. Die LHH Drachen stimmten sich gemeinsam bei der Lichterfahrt, organisiert vom HKC, auf die Weihnachtszeit ein. Das Drachenboot wurde mit allerhand Lichtern ausgestattet. Steuermann Sebastian sattelte seinen Drachen und mit Weihnachtsmützen auf dem Kopf ging es aufs Wasser. Dort trafen sich die SportlerInnen mit weiteren Drachenbooten und Ruderbooten. Zu Weihnachtsliedern und Glühwein ging es in gemütlicher Runde über den Maschsee.

Saisonstart -oder endlich wieder Trainingslager

Mitte November war es endlich soweit-Black Wave startete mit dem ersten Trainingslager in die Saison. Nachdem das Team 2024 zuverlässig Regen zu den Trainingslagern gebucht hatte, gefolgt von einem Wind-Abonnement vergangene Saison, durfte sich Black Wave nun über eine Kombination aus beidem freuen-da hat die Wetterverantwortliche Sabrina noch viel Arbeit für die kommenden Trainingslager.

Die Witterungsbedingungen hielten die SportlerInnen aber nicht davon ab, hoch motiviert in die Saison zu starten. Mit gleich zwei Booten ging es Samstagmorgen raus. Es kam trotz der ruhigen Frequenzen direkt ein wenig Wettkampf-Feeling auf. So wurde auch gleich die Konzentration des Nachbarbootes von Sabrina getestet, was kurzzeitig zu einer kleinen Unkonzentriertheit bei den PaddlerInnen führte-vielleicht verständlich, wenn plötzlich unerwartet die Stimme der Chefin erklingt. Beide Boote lieferten gleich zu Beginn an eine vernünftige Einheit ab. Das wurde in Einheit zwei in einem gemeinsamen Boot unter den wachsamen Augen von Stephan kombiniert, der im OC nebenherfuhr und bei dem ein oder anderen für Technikkorrekturen sorgte. Auch diese Einheit lief richtig gut, sodass das Wetter schon bald keine Rolle mehr spielte. 

Gut gelaunt ging das Team in die Mittagspause. Maleen hatte in der Zwischenzeit schon gekocht (großes Dankeschön!!) und so konnten sich alle ordentlich stärken. Anschließend folgte die Saisonbesprechung. Bernd hatte hierfür sogar eine Präsentation vorbereitet, sodass keine Fragen offenblieben. Der Ausblick, der die Saisonhöhepunkte die deutsche Meisterschaft in München und die Club-WM in Taiwan enthielt, sorgte für einen Motivationsschub nach der Mittagspause. Julia und Christoph überraschten das Team u.a. mit einem selbst gebastelten Adventskalender für ihren Team-Einstand. Jetzt kann der Dezember kommen (Danke!!!).

In der dritten Einheit spürte man, dass das Team doch erst am Saisonanfang steht und so richtig wollte nichts gelingen. Dass dies jedoch auch mal okay sein darf, stellte Bernd in seinem abschließenden Fazit zu dieser Einheit klar. Damit war an diesem Tag dann Feierabend. Nach einer gemeinsamen Dehneinheit ließ das Team den Tag in gemütlicher Runde im Club ausklingen. Am nächsten Tag sollte es wieder besser laufen.

Am Sonntag ging es noch einmal für zwei Einheiten auf den Maschsee. Von Anfang an zeigte die SporterlerInnen, dass die letzte Einheit am Vortag ein Ausrutscher war. Beide Einheiten liefen gewohnt gut und so konnte das erste Trainingslager erfolgreich beendet werden. 

Saisonabschluss oder schon Saisonvorbereitung?

Nach dem Saisonabschluss von Black Wave im September beim Isecup darf auch mal Zeit für außersportliche Aktivitäten und Urlaub sein, um danach wieder richtig durchstarten zu können. 

Am 3.10. traf sich die Drachenbootsparte des Sport Clubs zum Saisonabschluss, um die Bowlingfähigkeiten zu testen. Auf bunt gemischten Bahnen waren nicht nur Kraft und Taktgefühl, sondern auch Zielvermögen gefragt. Auch die Kinder hatten auf ihrer eigenen Bahn viel Spaß-tatkräftig unterstützt von Bernd. Anschließend ließen alle gemeinsam den Tag im Bavarium bei gutbürgerlicher Küche gemütlich ausklingen.

Bereits eine Woche später traf sich das Team Black Wave im Club, um die diesjährige erfolgreiche deutsche Meisterschaft gebührend zu feiern. Nach einer kurzen Begrüßung von Sabrina stärkten sich alle am Grillbuffet. Die gemeinsame Zeit wurde auch genutzt, noch einmal Danke zu sagen, an die Menschen, die auch im Hintergrund sich viel für Black Wave engagieren. So bedankte sich das Team bei Stephan, der mit seinen Trainingsplänen die allgemeine Gewichtszunahme im Team zu verantworten hat. Ein weiteres Dankschön ging an Maleen. Sie hat in diesem Jahr die Aufgabe übernommen, den Instagram-Kanal von Black Wave mit Stories und Beiträgen zu versorgen, was für große Begeisterung auch außerhalb des Teams sorgt. Auf Herbert und Friederike kann sich das Team ebenfalls immer verlassen. Während die SportlerInnen auf dem Wasser und im Kraftraum Gas geben, ziehen sie die Fäden im Hintergrund und zaubern immer wieder Unterstützung in den unterschiedlichsten Formen hervor. Vielen Dank dafür.

Nach diesen bewegenden Momenten waren anschließend alle gefragt, noch etwas aktiv zu werden. Von kräftemessenden über vertrauenstestende Spiele bis hin zur Eskalation im finalen Spiel, bei dem niemand mehr trocken blieb, war alles dabei. Gelernt haben wir in Spiel eins, dass David wirklich gegen Goliath gewinnen kann, in Spiel zwei, dass man dem Trainer vielleicht doch nicht blind vertrauen kann (richtig Jojo?) und in Spiel drei, dass ein Spiel mit Wasser im Herbst auf einer Party nicht mehr kontrollierbar ist. Die Aufgabe den schönsten Saisonmoment nachzustellen und mit einer Polaroid Kamera festzuhalten, sorgte zusätzlich für einige Highlights. Nach der Siegerehrung wurde die Tanzfläche eröffnet und gemeinsam gefeiert.

Ein großes Dankeschön an Volker Kuntke, der nachdem er begeistert als Zuschauer in Halle dabei war, diesen Abend sponserte.

Den restlichen Oktober nutzten einige SporlerInnen für sportliche Events und Andere fuhren in den wohlverdienten Urlaub. Auch das gehört eigentlich schon zur Saisonvorbereitung dazu. Denn im November startet Black Wave mit dem ersten Trainingslager in die neue Saison. Das große Ziel ist es, bei der Club Weltmeisterschaft in Taiwan im September 2026 an den Start zu gehen. 

Saisonabschluss in Hamburg

Vergangenes Wochenende zog es Black Wave nach Hamburg. Mittlerweile kann man schon sagen, dass der Isecup in Hamburg zum festen Termin für Saisonabschluss geworden ist. Die Regatta wird vor dem heimischen Bootssteg des WSAP Hamburg auf dem Isekanal ausgetragen, was vor allem einen super Blick auf den Zieleinlauf der ca. 200m langen Strecke ermöglicht. In den vergangenen Jahren wurde der Wettkampf im Standardboot in der Kategorie Mixed ausgetragen. Dieses Jahr wagten die Veranstalter einen Testlauf parallel eine neue Kategorie an den Start zu bringen-die 10er Frauenboote. Für diesen Testlauf wurde zu Freuden der Sportlerinnen auch Black Wave eingeladen. 

Gleich im zweiten Rennen startete das Mixed Boot von Black Wave gegen das Team Rising Sun. Black Wave entschied das Rennen für sich und konnte sich so über diesen Vorlauf für die Sportklasse qualifizieren. Kurze Zeit später ging das Damenboot an den Start. Auch hier hatte Black Wave die Nase vorn und zog direkt ins Halbfinale ein. Im Zwischenlauf der Mixed Boote konnte sich Black Wave ebenfalls knapp durchsetzen und zog ebenfalls ins Halbfinale ein. 

In der Mittagspause genoss das Team gemeinsam die Sonne und freute sich über allerhand Kuchen von Anka,Julia und Silvi (vom Sportsteam-Danke!!!). Das Wetter war so gut, dass sogar unser „Team-Touri“ aus Lübeck zu Besuch kam (liebe Grüße!).

Nach der Mittagspause ging es weiter mit den Halbfinalen. Das Damenboot fuhr frisch gestärkt die Tagesbestzeit der Damenboote und gewann gegen die WSAP Pirayas. Das Mixed Boot erwartete im Halbfinale der Titelverteidiger der vergangenen zwei Jahre- de Zuariner aus Schwerin. Hierfür gab es sogar ein Comeback im Boot-Trainer Bernd ließ es sich nicht nehmen das Team bei dieser Aufgabe im Boot zu unterstützen. Der Start wurde gut getroffen, im Endspurt machte sich dann leider doch bemerkbar, dass es bei Black Wave mit nur 6 Männern wohl eher eine Männerquote statt einer Frauenquote im Boot gab und Zuarin entschied das Rennen für sich. Im kleinen Finale der Standardboote traf Black Wave auf das WSAP Sportsteam, die sich im Fotofinish den Heimvorteil zu Nutze machten und dieses Rennen gewannen. Die Revanche gab es im Frauenboot, als beide Teams wieder aufeinandertrafen. Hier ließen die Damen nichts anbrennen und holten sich den Sieg in dieser Klasse. Gemeinsam mit allen anderen Teams wurde voller Spannung das große Finale der Mixedboote angeschaut. Würde Zuarin dieses Rennen gewinnen, dürften sie den heiß begehrten Wanderpokal behalten. Dagegen hatte der ACC aber etwas einzuwenden und zur großen Erleichterung der Veranstalter gewann der ACC knapp. 

Insgesamt wieder eine tolle Veranstaltung des WASP Hamburg und wir bedanken uns besonders für die Einladung des Frauenbootes-über eine Open Klasse im nächsten Jahr würden sich die Männer freuen.

Für Black Wave geht es nun erstmal in die wohlverdiente Pause und es wird sich Zeit für ein paar soziale Events genommen. Am dritten Oktober veranstaltet der SC Hannover einen Teamtag für die Drachenbootsparte und eine Woche später findet die wohlverdiente Feier für die Erfolge der deutschen Meisterschaft statt.

Bronze, Silber und Gold – Black Wave erfolgreich bei der Club Europameisterschaft

Vom 04. Bis 07. September fand die Club Europameisterschaft in Belgrad, Serbien statt. Black Wave startete mit einem kleinen Frauenboot und übertraf alle Erwartungen. Aber der Reihe nach.

Los ging es Dienstagfrüh um 6 Uhr. Noch vor dem Abflug wurden Svea und Betti mit einem nachträglichen Geburtstagsständchen überrascht, was die morgendliche Blässe im Gesicht verschwinden ließ. Nach dem Umstieg in Amsterdam, bei dem dank eines Trackers auch die Paddel beim erfolgreichen Umstieg beobachtet werden konnten, erreichte der Großteil des Teams Belgrad gegen Mittag. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurden sowohl der Mietwagenverleih als auch der Eingang der gebuchten Unterkunft gefunden, wo die Sportlerinnen persönlich in Empfang genommen wurden. Der restliche Tag wurde mit organisatorischen Dingen wie einkaufen, organisieren von Handtüchern und Bettzeug, der Teamregistrierung an der Strecke sowie mit dem Einsammeln der Nachzügler vom Flughafen verbracht. Beim gemeinsamen Abendessen stieg die Vorfreude auf den Wettkampf.

Am nächsten Morgen ging es zeitig los. 8 Uhr stand das erste Training auf dem Plan. Das Team war sogar noch vor den Offiziellen am Bootssteg. Die Boote lagen bereit, also wurden kurzerhand Steuer und Trommel selbst befestigt. Eine Stunde Training stand zur Verfügung. Konzentriert holten sich die Sportlerinnen ein Gefühl für das Wasser und alle bekamen die Chance sich auf die Bedingungen vor Ort einzustellen. Nach dem Training ging es zurück zur Unterkunft. Ein Teil des Teams erkundete die Umgebung, während eine kleine Delegation zurück zur Strecke fuhr, um am Team Managers Meeting teilzunehmen. Die Eröffnungsfeier fiel leider ins Wasser. Am Abend trafen dann auch der Chef-Bernd, Katja und Hanna in Belgrad ein und somit war das Team nun vollständig. Nach einem gemeinsamen Teamabend, ging es relativ früh ins Bett, denn am nächsten Tag sollte die EM starten.

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Sprintdistanz. Die Kategorie small boat Frauen war für den Nachmittag angesetzt. Der Vormittag wurde zur individuellen Vorbereitung genutzt und gegen Mittag fuhren alle gemeinsam zur Strecke. Nach kurzer Suche wurde das Teamzelt gefunden. Hier stellte sich bereits heraus, dass es zu einer Verwechslung des Teamnamen und des Vereins gekommen war. In Belgrad wurde Black Wave unter dem Team Pseudonym SC Hannover aufgeführt-so auch in den Ergebnislisten zu finden. Dies sollte die Sportlerinnen aber nicht weiter stören. Der erste Lauf der 200m entschied über den direkten Einzug ins Finale oder ob noch ein Hoffnungslauf gefahren werden musste. Die Vorgabe von Bernd und Sabrina war klar-der erste Lauf musste sitzen, der direkte Finaleinzug war das Ziel. Im ersten Rennen traf man u.a. gleich auf die Neckardrachen, die beiden anderen Teams konnte man nicht einschätzen. Black Wave zeigte einen starken ersten Lauf und sicherte sich mit Platz eins den Finaleinzug. Viel Zeit bis zum Finale blieb nicht. In einem sehr guten Rennen lieferte sich Black Wave einen harten Kampf um Platz zwei mit dem Team Fönix aus Ungarn, die am Ende knapp die Nase vorn hatten. Black Wave freute sich über Bronze-die erste internationale Medaille auf der Sprintdistanz! Herzlichen Glückwunsch an das Beastboat, die ihre Sprintstärke nutzten und den Lauf für sich entscheiden konnten. Gemeinsam feierten die drei Teams bei der Siegerehrung bevor es zurück zur Unterkunft ging.

Glücklich und zufrieden lies das Team den Abend gemeinsam ausklingen und Bernd bereitete alle auf das am nächsten Tag anstehende 2000m Rennen vor.

Nach der kurzen Distanz, ging es am Freitag auf die 2000m. Die Startreihenfolge wurde anhand der 200m Ergebnisse gesetzt. Das bedeutete, Black Wave startete hinter Fönix aus Ungarn und dem Beastboat auf Position 3. Das Team freute sich sehr auf dieses Rennen und hatte sich viel vorgenommen. Hochmotiviert nahm man sich vor, Fönix auf der Strecke zu überholen. Mit einem kraftvollen Start ging Black Wave auf die Strecke. Angetrieben von Mailin auf der Trommel und Eileen am Steuer, die nicht zuließen, dass irgendjemand im Boot anfangen könnte zu denken. Es kam ein Kommando nach dem anderen und man konnte spüren, dass Eileen das vorausfahrende Boot unbedingt überholen wollte. Das übertrug sich auf die Paddlerinnen und bereits nach der ersten Wende gelang das Überholmanöver. Nun hatte man das Beastboat vor Augen. Auch hier wollten alle ranfahren. Keiner ließ irgendeinen Zweifel aufkommen, dass dies nicht klappen würde und Black Wave gelang es tatsächlich den Abstand zu verkürzen. Die letzten 500m wurden alle übrig gebliebenen Kraftreserven ausgepackt und mit einem kräftigen Endspurt kam Black Wave ins Ziel. Wofür es gut war, wusste zu diesem Zeitpunkt niemand. Kurz nach dem Aussteigen versammelte Sabrina das Team und fand emotionale Worte für dieses unglaubliche Rennen. Egal, was dabei rauskommen würde, das war das Beste, was dieses Team auf dieser Strecke jemals geliefert hat. Am Teamzelt erschien die Wartezeit endlos. Bernd aktualisierte immer wieder die Ergebnisliste auf dem Handy. Sobald man irgendwo ein Team jubeln hörte, wurde sofort angenommen, es würde um das Ergebnis des small boat Frauen Rennens gehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit war es dann soweit und Bernd verkündete: „Mädels ihr habt gewonnen“. Unfassbar-Europameister!!! Und das mit 12 Sekunden Abstand auf Platz 2. Das Team konnte es nicht fassen und der Jubel war groß. Mit einem kühlen Getränk zum Anstoßen ging es überglücklich zur Siegerehrung. Zurück an der Unterkunft wurde im hauseigenen Pool gefeiert und die Einheimischen als Fans gewonnen. Der Abend wurde wieder gemeinsam verbracht. Die Bilder der letzten Tage wurden gemeinsam angeschaut. Besonders Nahaufnahmen der Gesichter am Start sind hier immer wieder ein Highlight.

Am nächsten Tag hatte Black Wave frei und in verschiedenen Gruppen wurde Belgrad erkundet. Die Einen nahmen an einer Stadtführung teil, während die Anderen sich von ChatGPT leiten ließen und im Dinopark endeten. Zwischendurch gab es die ein oder andere Abfrage zur Medaillenkontrolle, auf die die Sportlerinnen unterschiedlich vorbereitet waren. Hier muss die ein oder andere wohl noch dazulernen. Am Abend trafen sich alle zum gemeinsamen Abendessen in einer Pizzeria wieder-der Chef hatte eingeladen. Vielen Dank dafür. Nach dem Essen ging es gemeinsam zurück und noch auf dem Weg zur Unterkunft versammelte Bernd das Team, um alle auf den letzten Wettkampftag vorzubereiten.

Der letzte Tag wurde der Königsdisziplin, den 500m gewidmet. Der Modus war der Gleiche wie für die 200m. Man musste den Vorlauf gewinnen, um sich sicher den Hoffnungslauf sparen zu können. Dies war wieder das Ziel von Black Wave. Das würde nicht leicht werden, da man dieses Mal bereits im Vorlauf auf das Beastboat treffen würde. Hochmotiviert ging es an den Start. Mit einem perfekten Start bei Black Wave gelang es dem Beastboat nicht sich abzusetzen. Kraftvoll fuhr Black Wave auf die Strecke und Eileen entschied, dass das Rennen voll gefahren wird, da sie die Chance sah, die Magdeburger zu schlagen. Die Taktik ging auf und Black Wave gewann den Vorlauf. Damit konnte man Kräfte sparen und sich direkt auf das Finale vorbereiten. Im Finale musste sich das Team dann doch wieder knapp dem Beastboat geschlagen geben und gewann Silber auf den 500m. Auch hier wieder herzlichen Glückwunsch nach Magdeburg.

Damit machte das Team den Medaillensatz komplett und brachte Bronze, Silber und Gold zurück nach Hause. Am letzten Abend wurde auf die Erfolge angestoßen bevor es zur Abschlussparty der Thunder Dragons ging-vielen Dank für die Einladung! Lange konnte nicht gefeiert werden, da frühzeitig die Heimreise angetreten wurde, die für Einige Sportlerinnen aufgrund eines verpassten Anschlussfluges zum Roadtrip per Mietauto von Amsterdam nach Hannover entwickelte. Am Ende sind alle wohl behalten Zuhause angekommen.

Für ein paar Sportlerinnen war es der erste internationale Wettkampf überhaupt. Ein unglaubliches Ergebnis und es wird wohl noch etwas dauern bis alle diese Leistung realisiert haben.

Nächstes Wochenende beendet Black Wave die Saison mit einem letzten Wettkampf, dem Isecup in Hamburg. Hier startet Black Wave mit einem Mixed Boot-die Männer sind endlich mal wieder dabei-zumindest eine Handvoll.

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