Im November/Anfang Dezember werden die Tage kürzer und das Wetter schlägt bekanntermaßen auf das Gemüt. Gut, diese Zeit im Jahr schnell hinter sich zu bringen, was am besten gelingt, wenn man reichlich beschäftigt ist. Die letzten drei Wochen im Sportclub waren neben regelmäßigem Training geprägt vom Feiern, einem Großprojekt sowie der Einstimmung in die Weihnachtszeit. Aber der Reihe nach.

Am 28.11. lud der Vorstand des Sport-Club-Hannovers die erfolgreichen SportlerInnen der vergangenen Saison zur Sportlerehrung in das Restaurant Högers 1910 ein. Zu feiern gab es einiges: 3 deutsche Meistertitel sowie zweimal Vizemeister und einem dritten Platz, bei der Nationen WM brachten SportlerInnen 9 Medaillen nach Hannover und bei der Club-EM in Belgrad gab es neben einem zweiten und einem dritten Platz sogar noch den Europameistertitel obendrauf. Damit war es das erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte. Herbert, der erste Vorsitzende, ließ es sich nicht nehmen, diese Erfolge noch einmal hervorzuheben. Bernd schloss sich den Glückwünschen an und überraschte zudem alle SportlerInnen mit einem Geschenk. Anschließend gab es reichlich zu essen und der ein oder andere Aperol Spritz durfte auch nicht fehlen.

Bereits am nächsten Morgen begann die praktische Umsetzung des Projektes neuer Bootssteg. Bernd und Herbert hatten bereits im Vorfeld viel Zeit in die Planung sowie der Materialbeschaffung investiert. Die Vorbereitungen waren abgeschlossen und so trafen sich die Mitglieder des Sport-Clubs kurz nach Sonnenaufgang, um die Phase der praktischen Umsetzung zu starten. Nach einem kurzen Briefing durch Bernd ging es los. Ein Team bereitete die Stahlträger vor, während ein anderes Team den Abbau des alten Stegs in Angriff nahm. Mit vereinten Kräften war der alte Steg trotz widerspenstigen Schrauben, Balken etc. zum frühen Nachmittag abgebaut. 

Friederike sorgte für die kulinarische Stärkung der Helfer, sodass genügend Kraftreserven aufgefüllt wurden, um die Stahlträger zum Wasser zu transportieren. Mit Hilfe eines Schwimmpontons wurden die Stahlträger zu ihrer künftigen Position transportiert. 

Dass theoretische Maße in der Realität aufgrund nicht geeichter menschlicher Messungen auch mal zu Unstimmigkeiten führen können, musste unser Stegbauteam auf dem Wasser erfahren. Dies führte jedoch nur zu einem zeitlichen Verzug, da kurzerhand die Stahlträger auf dem Wasser angepasst wurden-ein „Lehrfilm“ für Arbeitsschutz. Als die Sonne unterging, war dennoch kein Ende in Sicht, wie einige Helfer zu ihrer Überraschung feststellen mussten. Die Scheinwerfer wurden ausgepackt und weiter ging das Projekt. Das Etappenziel die alten wiederverwendeten Stahlträger einzubauen, wurde somit erreicht und nach 10h war Feierabend. 

Vergangenen Samstag wurde das Projekt fortgesetzt. Aus Tag 1 gelernt, hatte Bernd am Vortag bereits einen „Kran“ an den Schwimmponton gebaut. Dies sollte ein wahrer game changer für den Transport der Stahlträger werden. 

Los ging es selbstverständlich wieder kurz nach Sonnenaufgang-carpe diem. Nach kurzem Briefing, hatte jeder seine Aufgabe und tatkräftig wurde an der Fertigstellung des Stegs gearbeitet. Friederike sorgte wieder für die Verpflegung der Helfer-vielen Dank dafür!

Pünktlich 15 Uhr war alles verbaut und das große Projekt konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Erfreulicherweise gab es keine größeren Verluste. 

In Erinnerung werden einige Anekdoten und Insider aber bleiben: 

Sebastian hat nun ein Loch (zum Glück nur) im Schuh, Christoph musste am ersten Tag nicht auf dem Wasser übernachten, wir haben gelernt, dass Verteilerdosen im Wasser nichts verloren haben, fragt das nächste Mal die Frauen bei der Planung, Micha eignet sich als Galionsfigur, Mario könnte auch in der Disziplin Schwebebalken antreten u.v.m.-kurz der Spaß blieb nicht auf der Strecke.

Vielen Dank an alle, die an diesem Erfolg beteiligt waren. Eine tolle Teamleistung der Mitglieder des Sport-Clubs. 

Damit aber noch nicht genug. Die LHH Drachen stimmten sich gemeinsam bei der Lichterfahrt, organisiert vom HKC, auf die Weihnachtszeit ein. Das Drachenboot wurde mit allerhand Lichtern ausgestattet. Steuermann Sebastian sattelte seinen Drachen und mit Weihnachtsmützen auf dem Kopf ging es aufs Wasser. Dort trafen sich die SportlerInnen mit weiteren Drachenbooten und Ruderbooten. Zu Weihnachtsliedern und Glühwein ging es in gemütlicher Runde über den Maschsee.

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