Die letzten 7 Tage fand ein wahres Spektakel in Brandenburg statt. Die größte Drachenboot Nationen Weltmeisterschaft, die je veranstaltet wurde. Eine Delegation aus 8 SportlerInnen von Black Wave war mit dabei: Mandy, Svea, Marlene und Eileen starteten mit dem Premier Team und Bettina, Sabrina, Stephan und Bernd gingen mit Senior A an den Start. Während das Team Zuhause am Live Stream mitfieberte, gaben die Teams alles und brachten den Beetzsee zum Brodeln.

Los ging es am Montag mit den 2000m Mandy und Svea durften ihr erstes Rennen mit dem Mixed Team im Standardboot bestreiten. Am Ende ein starker Platz 5. Am Nachmittag ging das Senior A Team auf die Strecke. Unter der Führung von Schlagmann Stephan wurden spannende Überholmanöver geboten und die erste Medaille für unsere SportlerInnen erkämpft- Platz 3. Mit diesem Auftakt ging es an Tag zwei für die Spezialboote auf die 2000m. Unsere 4 Premierdamen fuhren in einem starken Rennen ebenfalls auf Platz 3-die erste WM-Medaille im Premier Standardboot seit 2015. Dem Ü40 Team fehlte das letzte Quäntchen Glück und das Team verpasste sowohl im Damen small boat als auch im open small boat knapp Platz 3.

Nach den 2000m folgten die 1000m, die nur im Standardboot ausgefahren wurden. Das Premier Mixed Team machte den Anfang. Nach dem ersten Lauf, musste das Team durch den Hoffnungslauf. Die Zeiten der führenden Teams ließen erahnen, dass das Premier Team es auf dieser Strecke schwer haben würde. Das Finale wurde erreicht und am Ende ein solider Platz 5.
Das Senior A Mixed Team konnte das Pech vom Vortag nicht abschütteln. Nach einem richtig starken ersten Lauf und mit der zweit besten Zeit, gelang der direkte Einzug ins Finale. Im Fotofinish war das Glück nicht auf der Seite des deutschen Teams und um 0,335 Sekunden wurde der Podestplatz verfehlt.
Die Premier Damen lieferten gewohnt ein starkes Rennen im ersten Zeitlauf und sortierten sich auf Platz 3 ein. Unglücklicherweise zog ein Unwetter auf, sodass der Wettkampf unterbrochen werden musste und der Zeitplan angepasst werden musste. Dies führte dazu, dass der zweite Zeitlauf für die Damen gestrichen wurde. Also Platz 3 für Mandy, Svea, Marlene und Eileen.
Nach der Unterbrechung ging das Senior A open Boot mit Stephan auf die Strecke. Wieder gelang der direkte Einzug ins Finale, dieses Mal mit der drittbesten Zeit. Im Finale gelang es dem Team, das zu wiederholen-Platz 3. Kanada und die USA auf Platz 2 und 1 waren in Reichweite.

Am Donnerstag und Freitag ging es auf die Sprintdistanz 200m. Das Premier Mixed Team musste wieder durch den Hoffnungslauf und landete am Ende im Finale auf Platz 5.
Senior A open im small boat verpasste leider den Einzug ins Finale, die vorangegangenen Tage waren kräftezerrend. Der Tag konnte aber noch durch die Senior A Damen im small boat gerettet werden. Hier gelang der direkte Finaleinzug mit der drittbesten Zeit. Im Finale ging es auf Bahn 2 neben China an den Start. Mit nur 0,338 Sekunden Rückstand gewannen die Damen den Vizetitel. Mit im Boot saß Bettina und holte damit den ersten Vizeweltmeistertitel nach Hannover.

Am nächsten Tag machte das Senior A Mixed Team im Standardboot den Anfang. Nach dem direkten Finaleinzug, wurde wieder ein sehr knappes Finale geboten. Das Fotofinish fiel wieder nicht zu Gunsten des deutschen Teams aus, es schien als ob man den Platz 4 gebucht hatte. Hier fehlten nur 0,096 Sekunden auf Platz 3 und nur 0,643 Sekunden bis Platz 1. Senior A war in der Weltspitze angekommen. Ein kleiner Trost bleibt, denn das Senior A Team fuhr bei dieser WM die schnellste deutsche Zeit auf 200m im Bereich Mixed Standardboot.
Die Premier Damen konnten leider wieder nur in. drei Zeitläufen starten. Schon frühzeitig sortierte sich das Starterfeld auch für die Endplatzierung ein. Das hinderte unsere Sportlerinnen nicht daran, im letzten Lauf China auch mal ein wenig zu ärgern, die nur noch 0,04 Sekunden vor den Deutschen lagen. Die Revanche wurde für die 500m Strecke versprochen. Platz 4 am Ende für das Premier Damen Team.
Samstag und Sonntag ging es auf die Königsdisziplin-die 500m.
Hier wollte nun auch mal das Premier Mixed Team sein Potential zeigen. In einem stark besetzten ersten Lauf mit China und der Ukraine erreichte das Team erstmalig den direkten Einzug ins Finale. Mandy und Svea gaben dabei alles, da sie für das Finale nicht gesetzt waren. Nun mussten Andere das Ziel Podestplatz erkämpfen. In einem denkbar knappen Finale hieß es Platz 4 am Ende. Ein versöhnlicher WM-Abschluss.
Das Senior A Damenteam im small boat musste auf den 500m durch den Hoffnungslauf. Hier gelang der Finaleinzug souverän. Im Finale wurde der Fluch des 4. Platzes fortgeführt und wieder waren die Abstände denkbar knapp. Also musste das open Standardboot der Senior A den Fluch durchbrechen. Es wurden drei Zeitläufe gefahren. Angetrieben von Bernd am Steuer lag das Team nach zwei Zeitläufen auf Platz 3-hier war etwas möglich. Diesen Platz ließ sich das Team in der dritten Runde nicht mehr nehmen und belohnte sich mit Bronze.

Am nächsten Tag ging das Senior A Mixed Team an den Start der 500m Distanz. Das Team Zuhause drückte noch einmal die Daumen-bloß nicht wieder Platz 4. Im ersten Rennen bekam man das Gefühl, dass auch die SportlerInnen genug von Platz 4 hatten. Mit der zweitschnellsten Zeit zog das Mixed Team direkt ins Finale ein. In einem unfassbar spannenden Finale lag das Glück des Fotofinishs dieses Mal auf Seiten des deutschen Teams-Vizemeister, die USA war knapp geschlagen.

Den Abschluss der WM für Black Wave bildete das Damen Premier Team. Hier gab es eine offene Rechnung mit China. Da ließen die Sportlerinnen dieses Mal auch nichts anbrennen und angetrieben von Steuerfrau Eileen fuhr man sich nach den ersten beiden Zeitrennen einen soliden Vorsprung auf China heraus. Die Plätze eins und zwei sollten Kanada und die USA unter sich ausmachen, sodass das deutsche Team im dritten Lauf nur noch einmal abliefern musste, um sich Bronze zu sichern.

Damit ging eine recht erfolgreiche WM für unsere SportlerInnen zu Ende. In Hannover können wir nun einige Vize-Weltmeister sowie Bronze GewinnerInnen begrüßen.

Nun ist Zeit durchzuatmen und ein wenig Urlaub zu genießen bevor es für Black Wave zum nächsten Highlight des Jahres, der Club EM in Serbien, geht.

(Fotos: u.a. René Paul Peters)